Autobahn ohne Tempolimit, abgeglichen mit den aktuellen Verkehrsmeldungen
Freibahn zeigt alle Autobahnabschnitte ohne Tempolimit auf einer Karte und dazu, welche davon gerade frei von Baustellen, Sperrungen, Staus und Warnungen sind.
Karte öffnenWie viel Autobahn hat kein Tempolimit?
Der größte Teil. Rund 73 Prozent des deutschen Autobahnnetzes haben kein dauerhaftes Tempolimit (BASt, 2025). Der Rest ist beschildert, und knapp zehn Prozent des Netzes liegen unter Streckenbeeinflussungsanlagen, also elektronischen Anzeigen über der Fahrbahn, die das Limit je nach Verkehr und Wetter ändern. Freibahn zeigt den dauerhaft freigegebenen Teil: die Abschnitte, auf denen das Zeichen „Ende sämtlicher Streckenverbote“ gilt und kein festes Limit folgt.
Was bedeutet das runde Schild mit den Schrägstreifen?
Das ist Zeichen 282 der StVO: Ende sämtlicher Streckenverbote. Ab diesem Schild gilt kein angeordnetes Tempolimit mehr. Es ist das Schild, von dem diese Seite ihr Logo hat, und so etwas wie das Wahrzeichen der freien Autobahn.
Heißt kein Limit, dass jedes Tempo erlaubt ist?
Nicht ganz. Überall gilt die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Wer schneller fährt, kann nach einem Unfall vor Gericht eine Mithaftung tragen, auch wenn die andere Seite den Unfall verursacht hat. Und was vor Ort beschildert ist, auch auf elektronischen Anzeigen über der Fahrbahn, geht jeder Karte vor.
Was bedeutet „frei“ auf der Karte?
Frei heißt: Für diesen Abschnitt liegt keine Meldung vor, keine Baustelle, keine Sperrung, kein Stau, keine Warnung im offiziellen Datenbestand. Es heißt nicht, dass die Strecke leer ist. Staus entstehen und lösen sich zwischen den offiziellen Meldungen, schneller als der Abgleich im Viertelstundentakt.
Ein als frei gezeigter Abschnitt kann außerdem unter elektronischen Anzeigen über der Fahrbahn liegen, deren Limit in keiner öffentlichen Datenquelle steht. Freibahn markiert solche Abschnitte mit dem Hinweis „variables Limit“ und der betroffenen Länge. Was dort gerade angezeigt wird, weiß aber keine Datenquelle. Gewöhnliche Schilder am Fahrbahnrand können dasselbe bewirken. Ein Tempolimit, das wegen Arbeiten neben der Fahrbahn oder wegen Fahrbahnschäden aufgestellt wurde, bleibt stehen, bis es jemand wieder abbaut. Der Asphalt kann fertig sein, bevor das 80er-Schild Feierabend hat. Auf diese Karte kommt es nur, wenn es jemand in OpenStreetMap erfasst oder die Arbeiten selbst gemeldet werden. Beides ist nicht garantiert, ein als frei gezeigter Abschnitt kann also mit 80 beschildert sein, ohne dass eine Baustelle zu sehen ist.
Woher kommen die Daten?
Die Streckengeometrie kommt aus OpenStreetMap, jede Fahrbahn, die dort als ohne
Tempolimit verzeichnet ist, meist mit dem ausdrücklichen maxspeed=none,
vorab gesammelt und einige Male im Jahr aktualisiert. Baustellen, Sperrungen, Staus
und Warnungen kommen aus der öffentlichen Schnittstelle der Autobahn GmbH des Bundes
und werden bei geöffneter Karte alle fünfzehn Minuten abgerufen. Zwei Straßen mit
freigegebenen Abschnitten (B33 und B59) deckt diese Schnittstelle nicht ab. Ihre
Abschnitte bleiben auf der Karte grau und tauchen in der Liste nicht auf. Die Hinweise
zu Regen und schlechter Sicht kommen von Open-Meteo, welches das Vorhersagemodell des
Deutschen Wetterdienstes nutzt, abgetastet auf einem Raster von rund 55 Kilometern und
alle halbe Stunde abgerufen. Ein Hinweis heißt: Irgendwo auf dem Abschnitt ist Regen
oder schlechte Sicht gemeldet. Kein Hinweis heißt nicht, dass die Straße trocken ist,
dafür ist das Raster zu grob.
Die Hinweise zur üblichen Verkehrsmenge entstehen wie die Geometrie vorab und nicht live. Sie kommen aus einem vollen Jahr Stundenwerten der automatischen Dauerzählstellen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt, Daten von 2025), zugeordnet zu der Fahrtrichtung, die der jeweilige Abschnitt beschreibt. Ein Hinweis heißt also: In dieser Stunde der Woche ist hier üblicherweise viel los, nicht: Dort staut es gerade. Etwa jeder siebte Abschnitt hat keine Zählstelle im Umkreis von zwei Kilometern und bekommt gar keinen Hinweis, deshalb sagt ein fehlender Hinweis nichts darüber, wie leer eine Strecke sein wird. Eine ruhige Stunde nennt Freibahn bewusst nie: Ein Mittelwert aus dem Vorjahr ist eine schlechte Grundlage dafür, wann du schnell fahren solltest.
Wofür Freibahn gedacht ist
Als Planungswerkzeug: um vor der Fahrt zu sehen, wo gerade ein langer freier Abschnitt ohne Meldungen liegt, nicht als Ersatz für den Blick auf die Straße. Kein Konto, keine Cookies, keine Werbung.
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